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Kurz gesagt: Auszuschließende Keywords verhindern, dass Ihre Anzeigen bei Suchanfragen erscheinen, die nichts mit Ihrem Angebot zu tun haben. Mit weitgehend passenden Keywords und Smart Bidding sind sie wichtiger denn je. Entscheidend ist der richtige Übereinstimmungstyp, die richtige Ebene (Konto, Kampagne, Anzeigengruppe) und eine Besonderheit, die viele übersehen: Auszuschließende Keywords berücksichtigen keine nahen Varianten. Im Deutschen mit seinen Endungen und zusammengesetzten Wörtern müssen Sie deshalb Varianten selbst ergänzen.
Viele Kampagnen kosten mehr als nötig, weil für Klicks bezahlt wird, die nie zu einem Ergebnis führen. Wer zum Beispiel neue Laufschuhe verkauft, will nicht für „Laufschuhe gebraucht“, „Laufschuhe reparieren“ oder „Laufschuhe Test Stiftung Warentest pdf“ zahlen. Genau dafür gibt es auszuschließende Keywords.
Die drei Übereinstimmungstypen
| Typ | Schreibweise | Schließt aus | Beispiel für „laufschuhe damen“ |
|---|---|---|---|
| Weitgehend passend | laufschuhe damen | Suchanfragen, die alle Wörter enthalten, in beliebiger Reihenfolge | „damen laufschuhe günstig“ wird ausgeschlossen, „laufschuhe herren“ nicht |
| Passende Wortgruppe | “laufschuhe damen” | Suchanfragen, die genau diese Wortfolge enthalten | „laufschuhe damen sale“ wird ausgeschlossen, „damen laufschuhe“ nicht |
| Genau passend | [laufschuhe damen] | nur genau diese Suchanfrage ohne weitere Wörter | nur „laufschuhe damen“ wird ausgeschlossen |
Wichtig: Anders als normale Keywords schließen auszuschließende Keywords keine Synonyme, Plurale, Tippfehler oder anderen Endungen ein. „gebraucht“ schließt „gebrauchte“ oder „gebrauchten“ nicht aus. Im Deutschen sollten Sie deshalb die gängigen Formen und zusammengesetzten Wörter wie „Laufschuhreparatur“ einzeln ergänzen.
Auf welcher Ebene ausschließen?
- Konto: Begriffe, die für keine Kampagne passen, etwa „Job“, „Ausbildung“, „kostenlos“ oder „pdf“. Ausschlüsse auf Kontoebene gelten auch für Performance Max.
- Listen: Gemeinsame Listen für auszuschließende Keywords, die Sie mehreren Kampagnen zuweisen, zum Beispiel eine Liste für Wettbewerbermarken oder für Informationssuchen.
- Kampagne: Begriffe, die in dieser Kampagne nicht erscheinen sollen, in einer anderen aber schon.
- Anzeigengruppe: zur Steuerung zwischen Anzeigengruppen, damit eine Suchanfrage in der passenden Gruppe landet.
So finden Sie die richtigen Begriffe
- Bericht zu Suchbegriffen: Unter Statistiken und Berichte sehen Sie, welche Suchanfragen Ihre Anzeigen ausgelöst haben. Markieren Sie irrelevante Anfragen und fügen Sie sie direkt als auszuschließende Keywords hinzu.
- Vor dem Start nachdenken: Typische Ausschlüsse sind Gebrauchtware, Reparatur, Anleitung, Jobs, Bilder, Definitionen, kostenlose Angebote und Regionen, die Sie nicht bedienen.
- Keyword-Planer nutzen: Bei der Recherche tauchen oft verwandte Begriffe auf, die nicht zu Ihnen passen.
- Nach Kosten sortieren: Konzentrieren Sie sich auf Suchbegriffe mit Kosten ohne Conversions. Dort liegt das größte Einsparpotenzial.
Vorteile auf einen Blick
- Weniger Streuverluste: Sie zahlen nicht für Menschen, die nie kaufen würden.
- Höhere Klickrate: Weniger irrelevante Impressionen verbessern die Klickrate.
- Höhere Conversion Rate: Der Traffic wird relevanter.
- Bessere Daten für Smart Bidding: Der Algorithmus lernt aus relevanten Signalen.
Typische Fehler
- Zu breit ausschließen: Ein weitgehend passender Ausschluss wie „schuhe“ in einem Schuhshop blockiert fast alles. Prüfen Sie Ausschlüsse regelmäßig auf Konflikte mit Ihren eigenen Keywords. Google zeigt solche Konflikte als Hinweis an.
- Nur einmal pflegen: Suchverhalten ändert sich. Prüfen Sie den Bericht zu Suchbegriffen in den ersten Wochen mehrmals pro Woche, danach mindestens monatlich.
- Performance Max vergessen: Auch dort laufen Suchanfragen. Nutzen Sie Ausschlüsse auf Konto- und Kampagnenebene sowie Markenausschlüsse.
Häufige Fragen
Wie viele auszuschließende Keywords sind sinnvoll?
So viele wie nötig, so wenige wie möglich. Eine gut gepflegte Liste mit einigen Dutzend bis wenigen Hundert Begriffen reicht für die meisten Konten. Entscheidend ist die Relevanz, nicht die Menge.
Gelten auszuschließende Keywords auch für Display und YouTube?
Nur eingeschränkt. In Display und Video Kampagnen wirken sie auf Inhalte, nicht auf Suchanfragen, und schließen nicht alle Platzierungen zuverlässig aus. Dort sind Ausschlüsse von Placements und Themen wichtiger.
Fazit
Auszuschließende Keywords gehören zu den einfachsten und wirksamsten Hebeln in Google Ads. Wer sie regelmäßig pflegt, spart Budget und gibt dem Algorithmus bessere Daten.
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Quellen: Google Ads Hilfe: Auszuschließende Keywords

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