Kurz gesagt: Performance Max ist automatisiert, aber nicht unsteuerbar. Die größten Hebel sind saubere Conversion-Daten mit echten Werten, ein vollständiger Produktfeed, gut strukturierte Asset-Gruppen, starke Zielgruppensignale aus eigenen Daten sowie Ausschlüsse für Marken, Keywords, URLs und unrentable Produkte. Seit 2025 bietet Google zudem deutlich mehr Transparenz: Kanalberichte, Suchbegriffe und auszuschließende Keywords auf Kampagnenebene. Hier sind zehn Maßnahmen, mit denen wir Performance Max Kampagnen optimieren.

Was ist Performance Max?

Performance Max (PMax) ist ein vollautomatischer Kampagnentyp in Google Ads, der seit 2021 Anzeigen in einer einzigen Kampagne über alle Google Kanäle ausspielt: Suche, Shopping, Display, YouTube, Discover, Gmail und Maps. Aus Ihren Bildern, Videos, Überschriften, Beschreibungen und dem Produktfeed erstellt Google mithilfe von KI passende Anzeigen und entscheidet in jeder Auktion über Kanal, Format und Gebot.

Vorteile und Nachteile

Vorteile Nachteile
Reichweite über alle Google Kanäle mit einer Kampagne weniger Kontrolle über Platzierungen und Suchanfragen als bei Suchkampagnen
für E-Commerce oft der größte Umsatzanteil in Google Ads braucht saubere Conversion-Messung, sonst optimiert sie auf das Falsche
erreicht neue Zielgruppen, die Sie selbst nicht definiert hätten neigt dazu, Markensuchen und Remarketing mitzunehmen, wenn man es nicht steuert
spart Zeit bei der Kampagnenverwaltung braucht viele gute Assets für alle Formate

10 Wege, Performance Max zu optimieren

1. Geben Sie der Kampagne Zeit und Daten

Der Algorithmus braucht eine Lernphase. Planen Sie mindestens vier bis sechs Wochen ein, bevor Sie grundlegende Entscheidungen treffen, und ändern Sie in dieser Zeit Budget und Ziele nur in kleinen Schritten. Ein Budget, das nur wenige Conversions pro Monat erlaubt, lässt die Kampagne kaum lernen.

2. Optimieren Sie auf echte Werte

Performance Max optimiert genau auf das, was Sie als primäre Conversion festlegen. Im E-Commerce sollte das der Kauf mit Bestellwert sein, nicht der Warenkorb. Bei Leadgenerierung hinterlegen Sie Werte pro Lead oder importieren qualifizierte Leads aus dem CRM. Mit dem Ziel „Neukundengewinnung“ können Sie zusätzlich festlegen, ob neue Kunden einen höheren Wert haben oder ausschließlich angesprochen werden.

3. Liefern Sie einen vollständigen Produktfeed

Für Shopping ist der Feed im Merchant Center die wichtigste Grundlage. Achten Sie auf beschreibende Produkttitel mit den wichtigsten Suchbegriffen vorne, korrekte GTIN, Marke und Herstellernummer, die passende Google Produktkategorie, den Produkttyp sowie Benutzerdefinierte Labels für Marge, Bestseller oder Saison. Ein Feed-Management-Tool spart bei großen Sortimenten viel Arbeit.

4. Strukturieren Sie Asset-Gruppen nach Themen

Bilden Sie Asset-Gruppen nach Produktkategorien, Leistungen oder Zielgruppen, ähnlich wie Anzeigengruppen. Jede Gruppe bekommt eigene Bilder, Videos, Texte, Suchthemen und Zielgruppensignale. So passen die Anzeigen besser zur Suchanfrage und Sie sehen, welche Themen funktionieren.

5. Nutzen Sie möglichst viele, gute Assets

Füllen Sie alle Formate: mehrere Überschriften und Beschreibungen, quadratische, querformatige und hochformatige Bilder, Logos und mindestens ein eigenes Video. Fehlt ein Video, erstellt Google automatisch eines, das selten gut aussieht. Prüfen Sie die Asset-Berichte regelmäßig und ersetzen Sie schwache Elemente.

6. Setzen Sie starke Zielgruppensignale

Zielgruppensignale sind Startpunkte für den Algorithmus, keine harte Eingrenzung. Am besten funktionieren eigene Daten: Kundenlisten, Websitebesucher und Käufer. Ergänzen Sie benutzerdefinierte Segmente mit Suchbegriffen und Websites Ihrer Wettbewerber. Allgemeine Interessen von Google sind meist das schwächste Signal.

7. Nutzen Sie Suchthemen

Mit Suchthemen geben Sie Google pro Asset-Gruppe Hinweise, bei welchen Suchanfragen die Kampagne erscheinen soll. Das hilft besonders bei neuen Kampagnen ohne Daten und bei Themen, die Google noch nicht mit Ihrer Website verbindet.

8. Verwenden Sie Ausschlüsse

  • Markenausschlüsse: Verhindern Sie, dass Performance Max Budget auf Ihre eigenen Markensuchen verteilt, wenn Sie dafür eine eigene Suchkampagne haben.
  • Auszuschließende Keywords: Seit 2025 auch direkt auf Kampagnenebene, etwa für „gebraucht“, „kostenlos“ oder Jobsuchen.
  • URL-Ausschlüsse: Die URL-Erweiterung ist standardmäßig aktiv. Schließen Sie Seiten wie Blog, Karriere oder Login aus.
  • Produktausschlüsse: Nicht lieferbare Produkte, solche mit sehr geringer Marge oder schwacher Conversion Rate gehören in eine eigene Gruppe oder aus der Kampagne heraus.

9. Werten Sie die neuen Berichte aus

Performance Max war lange eine Blackbox. Inzwischen zeigt der Kanalbericht, wie viel Budget und welche Conversions auf Suche, Shopping, YouTube, Display und andere Kanäle entfallen. Der Bericht zu Suchbegriffen zeigt, bei welchen Anfragen Ihre Anzeigen erschienen sind. Nutzen Sie diese Daten für Ausschlüsse, neue Asset-Gruppen und Suchthemen.

10. Wählen Sie die Gebotsstrategie passend zur Phase

Starten Sie mit „Conversions maximieren“ oder „Conversion-Wert maximieren“ ohne Ziel. Sobald stabile Daten vorliegen, setzen Sie einen Ziel-CPA oder Ziel-ROAS knapp unter Ihren aktuellen Werten und passen ihn schrittweise an. Zu ehrgeizige Ziele bremsen die Auslieferung stark.

Häufige Fragen

Ersetzt Performance Max meine Suchkampagnen?

Nicht vollständig. Für Markenbegriffe und die wichtigsten Keywords behalten wir meist eigene Suchkampagnen, weil sie mehr Kontrolle bieten. Bei gleicher Suchanfrage haben passende Keywords aus Suchkampagnen Vorrang vor Performance Max.

Funktioniert Performance Max auch ohne Produktfeed?

Ja, zum Beispiel für Leadgenerierung oder lokale Dienstleistungen. Dann sind gute Assets, Conversion-Werte und Zielgruppensignale umso wichtiger.

Fazit

Performance Max ist so gut wie die Daten, die Sie hineingeben. Saubere Conversions mit Werten, ein starker Feed, durchdachte Asset-Gruppen und konsequente Ausschlüsse machen den Unterschied zwischen einer teuren Blackbox und Ihrem profitabelsten Kampagnentyp.

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Quellen: Google Ads Hilfe: Performance Max

Wie wir Performance Max für Onlineshops einsetzen, beschreiben wir unter Marketing für Onlineshops.

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